Liebes Tagebuch…


Am Sonntag, dem 9. November 2014 habe ich bereits zum zweiten Mal bei einem Tagebuch-Slam mitgemacht. Es läuft nach dem selben Prinzip ab wie bei einem gewöhnlichen Poetry-Slam, nur muss man hier aus seinem Tagebuch vorlesen. Und da das einige so cool fanden und gefragt haben, ob man das denn auch online lesen könnte, habe ich beschlossen es hier zu veröffentlichen:

Liebes Tagebuch!

Letztes Wochenende am Samstag hat mich Adam auf eine Party eingeladen. Eigentlich bin ich ja Anti-Alkoholikerin. Meine These war ja immer, dass Alkohol scheiße ist. Aber in der Wissenschaft kann man keine These aufstellen, ohne sie zu überprüfen. Also musste ich mir dieses Wochenende ordentlich die Birne wegsaufen um mir auch ganz sicher zu sein.

Anfangs war die Party noch nicht so spannend. Ich hab mich zur Shisha gesetzt, aber die war unfassbar grauslich. Natürlich habe ich als Halb-Ägytpterin hohe Ansprüche, aber trotzdem! Dann bin ich nach oben gegangen und wollte eine Zigarette rauchen. Doch stattdessen habe ich eine Zigarre entdeckt, die war aber ebenfalls ranzig. Wer auch immer für die Tabakwaren bei dieser Party zuständig war, hat Scheiße gebaut.

Anschließend bin ich auf die verzweifelte Suche nach einem Saufkumpanen gegangen, hab aber niemanden gefunden. Als sich endlich ein Mädchen bereiterklärt hat mit mir was zu trinken, hatte ich auf einmal 8 Klopfer intus. Fazit: Das war keine gute Idee.

Denn dass hat mich schließlich dazu verleitet einen Becher Vodka pur zu trinken. Das war ja anfangs auch ganz witzig, ich konnte zwar nicht wirklich ordentlich auf zwei Beinen stehen, aber ich hab mich daran erinnert, dass ich noch mein Deutschbuch für das Referat am Mittwoch brauche. Das hatte der Adam. Also bin ich – mit fast 3 Mal hinfallen – zu ihm hin und hab mir das Buch geholt. Fazit: Auch besoffen kann ich noch Prioritäten setzten und an den Deutschunterricht denken. Professor Tuma wäre stolz auf mich.

Stolz verleitet aber auch oft zu Übermut und deswegen habe ich mir noch einen Becher Vodka pur geholt. Das war lustig, aber irgendwann hört dann meine Erinnerung auf und beginnt wieder damit, dass ich im Badezimmer im anderen Stock aufgewacht bin, mit dem Gesicht auf die Klobrille gedrückt. Meine gute Laune war weg und mein ganzer Mageninhalt auch.

Auf einmal war dann auch ein Mädchen da, dass mit mir Englisch geredet hat, obwohl ihre Muttersprache Deutsch ist – und meine auch. Ich hab zwar höflich auf Englisch zurückgeredet, aber alles woran ich gedacht habe, war: WOS WÜ DI OIDE VON MIR

Und dann ist meine Erinnerung wieder weg. Ich weiß nur, dass ich auf einmal in einer Infrarotkabine aufgewacht bin, mit Polster und warmer Bettdecke – obwohl es im selben Raum eine freie Couch gegeben hätte.

In der Früh sind wir zeitig weg, weil der Proletenbruder der Gastgeberin (die ich übrigens nicht mal kannte) uns sonst zusammengeschlagen hätte. Adam und ich sind zu ihm nach Hause gegangen und haben ein arabisches Katerfrühstück gegessen. Irgendwann bin ich dann nach Hause gegangen. Ich hoffe, meine Mutter hat den Kotzegeruch nicht bemerkt. Das war womöglich der peinlichste Augenblick meiner Jugend, dabei habe ich noch einige Jahre vor mir!

Am Montag bin ich nicht in die Schule gegangen, weil ich immer noch so fertig war. Ich werde nienienienie wieder Alkohol trinken. Meine These wurde bestätigt: Alkohol ist scheiße. Ich bleibe lieber in meinem Anti-Alkoholikerklub. Dort war es ruhig und schön, außerdem wäre meine Leber mir sicherlich auch dankbar. Oh Gott, was führe ich nur auf.

Über Repräsentation


Der folgende Text ist mir schon sehr, sehr lange durch den Kopf gegangen. Ich hatte nicht wirklich die Lust dazu ihn schriftlich festzuhalten und zu veröffentlichen, aber mittlerweile denke ich, dass es nötig wird diese Gedanken los zu werden:

Österreich hat 183 VolksvertreterInnen. Davon sind 4,9 % zwischen 21-30 Jahre alt. In Österreich beträgt der Anteil der Kinder und Jugendlichen, also unter 19-jährigen, 20,2 %. Wenn man davon ausgeht, dass die jungen Menschen uns im Nationalrat vertreten sollen, dann sind 4,9 % eindeutig zu wenig. Hier stimmt etwas gewaltig nicht, wo sind die restlichen 15,3 %?

Bei der letzten Nationalratswahl sind sieben unter 30-jährige ins Parlament dazugekommen, vorher waren also nur zwei im NR (ziemlich traurig). Immerhin ist eine positive Entwicklung erkennbar. Was auch gut ist, ist dass Sebastian Kurz, 27, Außenminister geworden ist. Ich bin zwar politisch gesehen überhaupt kein Fan von ihm, aber es zeigt sich ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Politik kann auch von Jungen gestaltet werden – und das nicht nur alle 5 Jahre bei der NR-Wahl mit einem kleinen Kreuzerl bei der präferierten Partei. Trotzdem gab es noch nie ein/e 18-jährige/n im NR und das ist ziemlich schade.

Dennoch ist das größte Problem, dass junge Menschen so gut wie keine Möglichkeit haben gehört zu werden. Man kann zwar in Österreich bereits mit 16 wählen, was wunderbar ist, aber die Menschen, die die Spitzenplätze bei den Wahllisten inne halten, sind meistens über 40 Jahre alt. Wählen ab 16, gewählt werden aber 40+. Schön, Österreich!

Die Bundesschülervertretung, die Interessensvertretung der SchülerInnen, kann zwar in Gespräche mit eingebunden werden, hat aber kein richtiges Stimmrecht und wird kaum von den “Großen” ernst genommen. Abgesehen davon sind immer noch viele SchülerInnen nicht einmal darüber aufgeklärt wie die österreichische Schuldemokratie genau aussieht und wie die BSV gegliedert ist. So werden über unsere Nase hinweg einfach Dinge über beschlossen, ohne überhaupt zu fragen, ob das in unserem Interesse ist – siehe beispielsweise Zentralmatura. Es waren so viele SchülerInnen auf der Straße, haben demonstriert und die Regierung hat das nicht einmal nur ansatzweise kommentiert. Wie soll man sich da überhaupt ernst genommen fühlen?

Wie sollen wir Vertrauen zu euch PolitikerInnen haben, wenn wir euch praktisch egal sind?

Nur weil wir noch nicht wählen können, sollte das nicht für euch bedeuten, dass wir als Wählerschaft uninteressant sind. Denn es gibt immer eine nächste Wahl, vergisst das nicht.

Ich fühle mich einfach nicht repräsentiert. Weder als Jugendliche und Mensch mit Migrationshintergrund, noch als weibliche Person. Österreich muss sich ändern, oder ich muss hier schleunigst weg…

Quellen:

http://www.parlament.gv.at/SERV/STAT/PERSSTAT/ALTER/altersstruktur_NR_XXV_20131114.shtml

 http://medienservicestelle.at/migration_bewegt/2013/10/29/politikerinnen-mit-migrationshintergrund-2013/

Video

Pass auf dich auf


Da ist so ein Gefühl in mir
Und schon seit ein paar Tagen
Es ist eigentlich nicht kompliziert
Ich muss es Dir nur sagen

Ja, wenn wir uns bald wieder sehn,
ich freue mich darauf,
bis wir uns in die Arme nehmen,
pass bitte auf Dich auf.

Ja, wenn wir uns bald wieder sehn,
ich warte schon darauf,
bis wir uns in die Augen sehn,
pass bitte auf Dich auf.

All die Stunden warst Du für mich da,
ich hab Dir Vieles zu verdanken,
viel zu selten, dass man so was sagt,
von Dir fühl ich mich verstanden.

Ja, wenn wir uns bald wieder sehn,
ich freue mich darauf,
bis wir uns in die Arme nehmen,
pass bitte auf Dich auf.
pass bitte auf Dich auf.
pass bitte auf Dich auf.
pass bitte auf Dich auf.

Video

Midland


All I want is to be
warm and home
and well known
All I need is to be

Oh give it me all
I am entitled it now
And I’ve worked hard
Deserve it full well

Touch me now
Cleanse my skull
From all the things
That I have been told

Oh no more faults
Here take my pulse
It finds no time or place
Oh bother me not
I’d rather have hush
Than this game of perhaps
The tearful name of collapse

I’ll never move
I’ll never move
I’ll always be so still

I only go
as it shows
for being young and thrilled

I’ll never grow
I’ll never grow
As tall and fierce as me

Keep in mind
I’m cold and unkind
for doing what I feel

I’ll never move
I’ll never move
I’ll always be so still

I’ll never grow
I’ll never grow
To be so done and ill

so done and ill
so done and ill
so done and ill
so done and ill
so done and ill

I’ll never move
I’ll never move
I’ll always be so still

I only go
as it shows
for being young and thrilled

I’ll never grow
I’ll never grow
As tall and fierce as me

Keep in mind
I’m called unkind
for doing what I feel

I’ll never move
I’ll never move
I’ll always be so still

I only go
as it shows
for being young and thrilled

I’ll never grow
I’ll never grow
As tall and fierce as me

Keep in mind
I’m called unkind
for doing what I feel

I’ll never move
I’ll never move
I’ll always be so still

I’ll never grow
I’ll never grow
To be so done and ill

Museumsquartier


Heute ging ich zu einem meiner Lieblingsorte in Wien, dem Museumsquartier. Eine sehr gute Freundin meinerseits hat mich dabei begleitet und ich habe ein paar Fotos mit meiner Nikon und Polaroid gemacht. Außerdem habe ich auch noch in einem Fotoautomaten einen Fotostreifen (nennt man das so?) gemacht. Die Fotografie macht mir in letzter Zeit immer mehr Spaß und ich hoffe, dass das noch länger anhält.

BildBildBildBildBild

polaroidmumok polaroidpanda

My very first Rolling Stone


Heute habe ich mein aller erstes Rolling Stone Magazine gekauft und ich finde es ziemlich cool, dass die Februar Ausgabe als Cover Fleetwood Mac genommen hat, einer meiner absoluten Lieblingsbands. Dazu auch noch das bekannte Rumours-Cover. Ich finde, dass das ein Zeichen ist. Außerdem habe ich ein komisches Foto gemacht, dass eigentlich ganz witzig aussieht.

Nadine

Bild

doppel

Leila


Ich war heute bei Leila, einer sehr guten Freundin von mir. Da ich zu Weihnachten eine Kamera bekommen habe, wollte ich sie mal etwas benutzen und dabei sind diese Bilder entstanden. Ehrlich gesagt mache ich diesen Post ja nur, weil ich nicht weiß wohin ich die Bilder sonst posten soll. Wie gesagt, ich habe die Kamera erst bekommen und meine Bilder sehen auch dementsprechend aus, aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Bild

Bild

Bild

Bild

Nadine